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Kreatives..joa.. hier gibt es Gedichte, Kurzgeschichten und Zeichnungen von mir..

Wenn ich wieder Laune hab abzutippen, kommen noch mehr

~>Gedichte<~

Ohne Dich (20.4.06)

Ein stummer Schmerz, mit lautem Weinen
Verlorene Blicke in eine Spiegelwelt
Die Arme schwach, die Beine leiden
Ein treues Herz – keine Fragen mehr stellt

Regen tropft vom Himmel nieder
Wäscht Häuser – keine Seele rein
Und die Welt, sie dreht sich wieder
Nur ich steh still und bin allein

An diesem Ort mit weichem Regen
Als flüstert er mir leis ins Ohr
Sieh wie leicht hier doch ein Leben
An Gleichgewicht, Balance verlor

Schau wie einfach doch die Gleichung
Denn wie schnell ist es vorbei
Viel zu oft meinst Du zu glauben
Auf Erden – ewiglich zu sein

Traurig senkt mein Blick sich nieder
Auf den kalten Marmorstein
Und die Welt, sie dreht sich wieder
Nur ich steh still und bin allein

Verloren in vergessenen Werten
Erinnerungen – schwaches Licht
Nichts kann mehr wie früher werden
Nichts kann mich freuen - ohne Dich


Mein Teil in Dir (20.4.06)

Mein Teil in dir
Deinen Weg wirst du fortsetzen,
dein Leben leben.
Deine Augen werden noch
fremde Dinge sehen,
vieles lernen, Neues erleben.

Doch in dir, lebt nun auch
ein kleiner Teil von mir.
Durch mich, siehst du die Welt
nunmehr mit anderen Augen,
du siehst sie durch meine.

Ich hoffe nur, meine Tränen
bleiben dir verborgen.


Garten der Gedankenscherben (22.4.06)

Den Abendduft will ich genießen
im Garten der Gedankenscherben
wo Trauertränen froh zerfließen
und tote Träume lebend sterben

Das neue Grün wird überdecken
die wuchernden Erinnerungen
in kantenlosen Gartenecken
wird Schönheit Blüten aufgezwungen

Auf krummen Strecken führt ein Pfad
dorthin, wo er entsprungen ist
stromaufwärts läuft das Wasserrad
im Flusslauf, der die Wolken gießt

Verdunkelt ist das Himmelszelt
durch grobgewebte Sonnenstrahlen
die Wiesenblumen auf dem Feld
sie werden nie mehr Bilder malen


Griff nach den Sternen (Anfang 2005)

Bäume ziehen an mir vorüber,
Häuser, Straßen und Laternen,
nicht mehr als namenlose Schatten,
eben noch Gegenwart
und doch längst vergessen.
Es zieht mich weiter,
dem Horizont entgegen,
weit weg von hier
und doch nach Hause,
zurück zu dir,
Rückkehr und zugleich Flucht,
eine Welt ohne Gegenwart,
nur Zukunft und Vergangenheit.
All die Wälder, Wiesen und Dörfer,
ohne Sein und so vergänglich.
Wo gestern noch Schnee lag,
verwelken heute schon die Blumen.
Nichts scheint je von Dauer,
denn selbst Träume verblassen
eines fernen Tages.
Alles was bleibt ist Staub
und der Gedanke
an eine Erinnerung.

Meine Reise führt mich weiter
ohne je zu wissen wohin,
ohne Zukunft,
nur von der Vergangenheit lebend.
Ist Fernweh und Heimweh
letztlich nicht das gleiche?
Ein Griff nach den Sternen,
Sehnsucht nach etwas,
das man bald sein eigen wähnt,
doch niemals erreichen kann?


Kannst du verstehen (gegen Ende 2004)

Kannst du verstehen,
wenn ich sage
die Zeit kennt ihre eigne Zeit.
Manche Woche hat sieben Jahre
und die Sekunde eines Blickes,
schnell verflogen,
bleibt dir für die Ewigkeit.

Kannst du verstehen,
wenn ich sage
jedes Gefühl ist ein eignes Land.
Und die Welt hat viele Länder.
Heiße Wüsten kannst du finden,
kühles Blau, gefährlich tief
ohne jemals anzukommen,
reist du dich um den Verstand.

Kannst du verstehen,
wenn ich sage
jede deiner Wahl hat ihren Preis
und wir alle wählen ständig.
Nimm dir Freiheit oder Treue
zahlen wirst du doch.
Mit der Wehmut kann nur leben,
wer zuvor die Währung weiß.

Kannst du verstehen,
wenn ich sage
auch ein Abgrund ist ein Weg
und es lohnt sich abzustürzen.
Flügel wachsen erst im Fallen,
Flügel die du nie gekannt
und bevor du aufschlägst,
merkst du,
dass es nochmal weitergeht.

Dann kannst du verstehen,
wenn ich sage
das Leben macht uns blind -
und es gäbe so viel anzusehen!
Doch wir wollen alles halten,
was im Moment uns Glück verspricht.
Vielleicht ist es einmal möglich zuzugeben,
dass auch ungelebte Lieben,
Lieben sind...


See der Tränen (Anfang 2005)

Der Wind streicht durch mein Haar,
kalt und feucht
und selbst die Vögel suchen Schutz
an diesem verlorenen Morgen
Ich warte auf die Sonne,
doch der Himmel bricht nicht auf,
bringt das Licht des erwachenden Tages
zum Schweigen
und der Nieselregen,
sanft und fein,
lässt mich frösteln.
Die Wellen des Sees klatschen ans Ufer
und Gischt berührt meine Füße,
während ich an dich denke.
Und mein Blick streift über das Wasser.
See aus Tränen,
Sees aus Blut,
See des Leidens,
Schmerz eines sterbenden Sternes.
Der Himmel scheint mit mir zu weinen
und ich weiß,
nichts wird je wieder so sein
wie es einst gewesen,
doch das Bild der Vergangenheit
lebt noch immer in mir.


Ein Himmel ohne Sterne (Ende 2004)

Sie sitzt da
ihr Gesicht ist bleich,
der Blick ist leer
Der Himmel ist so schwarz
wie das Loch in ihrer Seele
Sie sieht keine Sterne mehr.

Sie sitzt da,
regungslos
Die kahlen Wände ihres Zimmers schließen sie ein
Innerlich schreit sie;
sie schreit so sehr
Doch niemand kann sie hören.
An ihrem Himmel leuchten keine Sterne mehr.

Sie sitzt da,
versucht nicht zu denken
Doch viele tausend Gedanken scheinen sie zu lenken
Sie würde so gern fliehen,
an einen anderen Ort
Nach Freiheit sehnt sie sich so sehr
Doch am Himmel ihrer kleinen Welt leuchten keine Sterne mehr.

Sie sitzt da,
sehnt sich nach glücklichen Tagen.
Die eisige Kälte,
die sie umgibt,
ist kaum zu ertragen
Ihre Zukunft ist ungewiss
Sie blickt in einen Tunnel,
so schwarz und leer
Der Ausgang ist weit entfernt,
denn die Sterne leuchten nicht mehr.

Sie sitzt da,
Ihr Blick ist starr
Die Hände sind kalt.
Sie fühlt sich,
als wäre sie schon hunderte Jahre alt
Ihr Leben wirkt so ausgenutzt und leer
Denn seit sie sich selbst aufgab,
leuchten für sie die Sterne nicht mehr.


Das Mondenkind (wartet..gleich hab ichs..15.8.05)

Es wird dunkel...
um mich herum
dunkle Wolken, fremde Lichter
ein Rabe fliegt vorbei geschwind
und oben dort
in stiller Schwärze
weint einsam
das Mondenkind

Man hört kein flehen
Man hört kein wimmern
doch die Tränen fallen
niemals endend
als Sternschnuppen
auf uns herab
und wir Menschen
wünschen uns etwas
auf das Leid
des einsamen Mondenkinds

Denn die Menschen haben vergessen
Ihre Fantasie
Ihre Unbeschwertheit
Sie haben ihre Flügel verloren
Sie stutzen lassen
Für Luxus
Normalität
Und den grauen Alltag

Manche wachen aus diesem (Alb)Traum auf
Wünschen sich ihre Flügel zurück
Sie sehen aber nur
Gefallene Federn am Boden
Sie flehen den Himmel an
Bitten unbemerkt
Nach dem Leiden
Des Mondenkinds

Manchen wachsen wieder Flügel
Sie wurden vom Glauben bewegt
An eine bessere Welt
An ihre Freiheit
Andere aber
Sterben den Alltagstod
Mit einem sehnlichen Wunsch
In sich

Der Wunsch
Wieder zu leben
Zu staunen
Und zu fliegen
Diese Menschen
Waren jedoch nicht vergessen
Das Mondenkind nahm sich ihrer an
Und sie kamen als Kinder wieder zu uns.

Sie sollten uns lehren
Nicht zu vergessen und zu verdrängen
Aber auch sie wurden nicht erhört
Der Alltag um sie
Begann zu wachsen
Und nahm sie wieder zu sich
Der scheinbar ewige Kreislauf
Seit Jahrhunderten beobachtet
Vom einsamen Mondenkind

Und wieder sehe ich aus dem Fenster
Es ist schwarze Nacht
Sterne glitzern
Ich schau in die tiefe Nacht hinein
Und flüstere leis’
„Ich hab dich nicht vergessen“
Und dort oben leuchtet
Still und schweigsam
Das kleine Mondenkind


Gefangen (4.3.06)

Seht ihr mich?
Dreht eure Köpfe weg
Seht mich nicht an
Eure Blicke tun mir weh
Eure Stimmen verletzen mich
Geht weg
Seht mich nicht an

Ich will schreien
Will weglaufen
Und bleibe doch hier sitzen
Unter euren ständigen Blicken,
die mich auf den Boden pressen
Unter euren lauten Stimmen,
die sich um meinen Hals schlingen
und jeden Schrei ersticken

Angst und Panik
Meine ewige Begleitung unter euch
Immer weiter rutsche ich in meine Ecke
Augen zu
Ich will euch nicht sehen
Händen über den Ohren
Ich will euch nicht hören

Schwerer Atem
Ich will rennen
Euch zurücklassen
Nie wieder sehen
Doch ich bleibe hier sitzen
Unter euren Blicken,
die mich auf den Boden pressen
Seht mich nicht an


Gedanken (17.4.06)

Wieder diese verlorenen Stunden
Ich spüre deine Arme um mich
Rieche deinen einzigartigen Geruch
Spüre deinen warmen Körper an mir
Alles an dir verspricht Geborgenheit
Doch du bist nicht da

Wieder spüre ich diesen Schmerz
Ich habe mich auf dich eingelassen
Du sagtest, ich solle dir vertrauen
Du sagtest, du würdest mich nie verletzen
Ich habe mich dir ausgeliefert
Mich wieder zum Opfer meiner Gefühle gemacht

Ich wünschte, ich könnte dich wegstoßen
Doch du bleibst bei mir
Lässt dich einen Schritt stoßen
Und gehst zwei auf mich zu
Du lässt mich nicht gehen
Ich kann kratzen, beißen, treten
Du gibst mich nicht auf
Soll ich dich dafür lieben?
Soll ich dich dafür hassen?

Ich will schlafen
Den Schmerz und die Ungewissheit vergessen
Doch dein Geruch in meinem Kissen hält mich wach
Kann ihn mit meinen Tränen nicht rauswaschen
Will ihn nicht rauswaschen
Möchte schreien, dass du wiederkommst
Und doch für immer schweigen

Nun liege ich hier
Kaputt und leer wie immer
Meine Gedanken schlagen Kreise
Und dein Bild vor meine Augen verblasst nicht
Das Gefühl deiner Arme ist immer da
Und dein Geruch wird nie übertönt werden
Verschwinde doch endlich
Und bleib für immer bei mir


Forgiven Pain (28.3.06)

Nun sitze ich hier
Verloren
Verlassen
Verwundet
Erinnerungen bedrücken mich
Du hast mich wieder eingeholt
Wieder sehe ich dich vor mir
Wie an jenem Tag
Der Tag,
der mein Leben beprägt hat
zum Scheitern verurteilt hat
Du warst für mich alles
Mein Leben
Mein Lachen
Mein Atem
Doch du hast mich abgewiesen
Im Regen stehen gelassen
Dein Lächeln hat mich zerstört
Ich verzeihe dir
Es ist alles meine Schuld..


~>Kurzgeschichten<~

October (März 06)

Ein verlassener Nachmittag. Was bedeutet er schon, nach all den Monaten?
Ein weiterer Nachmittag, den ich allein vor meinem Fenster verbringe und ins Nichts starre.
Ein verregneter Nachmittag, der Regen prasselt laut an die Fensterscheibe. Langsam fahre ich mit meinem Finger den Weg jedes Tropfens nach.
Ich bin weggerannt. Vor dir. Zu lange, zu weit. Ich kann nicht mehr. Ich habe alles zurückgelassen, versucht zu vergessen, aber ich konnte dich nicht loslassen, du warst nur präsenter in meiner Erinnerung.
Mit jedem Tropfen flehe ich mehr und mehr, dass du mich zurücknimmst. Es tut mir Leid, ich wollte es nicht, oder doch?
Je mehr ich vor dir weggerannt bin, desto näher kam ich dir, du hast mich nicht losgelassen.
Ich kann nicht mehr. Ich bin zu schwach. Zu lügen. Wegzurennen.
Die Gedanken an dich haben mich die Nächte lang wach gehalten.
Ich habe den Schmerz ignoriert, der mich verzehrt. Habe versucht alles aus meiner Erinnerung zu löschen. Aber ich gebe auf. Alles. Mich. Meine Ängste.
Ich werde nicht mehr vor deiner Liebe wegrennen.


Ein weiterer Stein (11.4.06)

Ich habe sie alle gesehen. Alle. Wie sie da standen um mich herum und versuchten traurig zu wirken, das sollte man ja zu so einem Anlass sein.
Mit Taschentüchern wischten sie sich die nicht vorhandenen Tränen von den Wangen, legten die Arme um einander um sich Kraft zu geben. Für manch anderen wäre das eine rührende Geste gewesen, doch ich wusste, wofür sie diese vermeintliche Kraft wirklich brauchten.
Kraft, um ihre Fassade noch lange genug aufrechterhalten zu können.
Kraft, um nicht als herzlos dazustehen, nur weil sie sich in Wirklichkeit freuten, dass ich ging.
Ich ließ meine Blicke schweifen durch die Menge.
Ein herzloses und kaltes Gesicht nach dem anderen, sie wussten ja nicht, dass ich durch ihre Fassade hindurch sehen konnte. So standen sie weiter mir gegenüber, ahnungslos und verblendet, wie an dem Tag, wo ich jeden einzelnen kennen gelernt hatte.
Ich strecke meinen Hals ein bisschen, um das Ende dieser blinden Ansammlung zu erkennen.
Und dann sehe ich etwas, was mir mein doch so kaltes Herz noch bricht.
Tränen der Trauer.
Tränen der Verzweiflung.
Tränen einer verlorenen Liebe.
Ich sehe sie dort, wo ich mir gewünscht habe, sie nie zu sehen.
In deinen Augen. Auf deinen Wangen. Wie sie kleine Bäche von deinen doch so strahlenden Augen zu deinem Mund und Kinn fließen lassen.
Ich möchte zu dir, mit meinen kalten Fingern jede einzelne wegwischen und dir ins Ohr flüstern, dass alles gut wird, dass wir uns wieder sehen werden, aber ich kann nicht. Wie gefesselt sitze ich auf meinem Stein, lasse die Beine baumeln und lasse mich von den leeren Blicken der anderen anstarren. Muss stumm mit ansehen, wie du genug Tränen für alle anderen 100 Menschen um dich herum weinst.
Wie ich mir in diesem Moment wünschte, du wärst auch nur eines von diesen leeren Gesichtern. Du würdest nicht weinen, du würdest nicht leiden, keinen Schmerz empfinden.
Ich wollte dir doch nicht wehtun. Beschämt schaue ich auf den Boden.
Die Wolkendecke bricht auf, ich muss los.
Ich schenke allen ein abwertendes Lachen, aber dir schenke ich so viel Liebe, wie mein Herz noch zu geben vermag.
Ich lasse die Sonnenstrahlen noch ein letztes Mal über mein Gesicht streifen, dann wandere ich von dannen, ich drehe mich nicht um, ich kann deine Tränen nicht noch einmal sehen.
Immer Richtung Osten, und hinter mir verblasst langsam der Stein, auf dem steht „Sabrina Jung, * 04.02.1990, † 13.04.2008, -Lasset Gott euer Leben leiten und beendet es nicht durch eure Mutwilligkeit-“
Am Anfang war nur ich, meine Liebsten und ihre Worte in mir; Stimmengewirr erzählte Vergangenes und riss mich in unbekannte Tiefen, ans Ende der Schöpfung zu Erinnerungsfetzen

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